| Webapplikationen mit Unterstützung von XML | |
| Navigation: | Inhalt -> 6 Zusammenfassung und Ausblicke -> 6.2 Ausblicke | Neues und Änderungen << Vorheriges Kapitel | Nächstes Kapitel >> |
| 6.2 | Ausblicke |
Webapplikationen werden in vielen Bereichen herkömmliche Client/Server-Anwendungen verdrängen. Das W3C selbst gibt die Richtung vor. In [W3C-HTML 2003] steht einleitend bei XHTML 2.0: "XHTML 2.0 is a markup language intended for rich, portable web-based applications." HTML 4.01 wird dagegen noch als "publishing language for the World Wide Web" bezeichnet [W3C-HTML4 1999].
Die zukünftigen XHTML-Versionen machen sehr stark von den Möglichkeiten von XML Gebrauch. Sie erlauben die Integration von verschiedenen XML-Standards in Webseiten, die dann gemeinsam die Möglichkeiten von Webapplikationen sehr stark erweitern. Insbesondere durch XForms, dem extrem erweiterten Nachfolger von HTML-Formularen, wird es möglich werden, Webapplikationen für Anwendungstypen einzusetzen, für die das zur Zeit noch nicht möglich ist.
Auch die Standards für Webservices basieren auf XML. Fast alle bekannten Entwicklungswerkzeuge unterstützen die Erstellung von Webservices. Immer öfters werden sie real eingesetzt. Webservices vereinfachen, vereinheitlichen und verstärken dadurch die Kommunikation zwischen Firmen und Organisation bzw. zwischen Anwendungen. Daten und Inhalte werden noch aktueller.
Diese Entwicklungen lassen Entfernungen weiter schrumpfen und Zyklen verkürzen. Das "globale Dorf" wächst noch enger zusammen: Der Europäer kauft beim amerikanischen Onlineshop. Während die Webseite eines Produkts generiert wird, fragt die Shop-Software per Webservice beim asiatischen Produzenten nach der Verfügbarkeit, dem aktuellen Preis, dem Gewicht und den Abmessungen des gewünschten Produkts. Mit diesen Daten werden wiederum via Webservices Paketdienste kontaktiert, um den günstigsten Versandpreis ausfindig zu machen. Die gesammelten Daten werden dem Kunden präsentiert.62 Utopie ist das beileibe nicht! Solche oder ähnliche Abläufe sind bereits Realität und werden in Zukunft selbstverständlich werden. Hoffentlich zum Wohl der Menschen.
62In der Praxis würden die Daten der fremden Firmen vermutlich nicht dauernd neu abgerufen, sondern zwischengespeichert, und nur bei Bedarf aktualisiert werden.
| Nächstes Kapitel >> |
| Zum Seitenanfang | diplomarbeit_o a-t schmiderer d-o-t cc | 2003-04-25 |